Traumatherapie

Traumatherapie bei Andrea Ruch

Jede Stresssituation, jedes traumatische Erlebnis, wirkt nicht nur auf die Psyche, sondern setzt sich auch im Körper fest.

In einem geschützten Rahmen begleite ich Sie in meiner Traumatherapie dabei zu lösen, was sich durch ein traumatisches Erlebnis in Ihrem Nervensystem festgesetzt hat: behutsam, in Ihrem Tempo und mit der Sicherheit, die Ihr Körper dafür braucht. Denn ein Trauma sitzt nicht nur im Kopf, sondern im ganzen Körper, und genau dort beginnen wir.

Mein Name ist Andrea Ruch Nater. Ich bin Kunsttherapeutin der Fachrichtung Bewegungs- und Tanztherapie und auf die körperorientierte Begleitung von Menschen mit Traumafolgestörungen spezialisiert. Ich arbeite mit Erwachsenen und Jugendlichen: ambulant, auf Augenhöhe und ohne lange Wartezeit.

Symptome und Traumafolgestörungen

Körperliche Beschwerden:

  • Chronische Muskelverspannungen
  • Anhaltende Erschöpfung
  • Migräne
  • Schwindel
  • Empfindlichkeit auf Sinneseinwirkungen (Licht, Lärm)
  • Atembeschwerden
  • Unruhe in den Extremitäten
  • Schlafstörungen
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Verdauungsprobleme
  • Herzbeschwerden ohne Befund

Welche Symptome auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, ist von Person zu Person unterschiedlich. Wichtig ist: Traumafolgestörungen sind keine Schwäche, sondern eine nachvollziehbare Reaktion Ihres Systems auf zu viel.

Trauma überwinden: Der Weg in meiner Traumatherapie

Traumatherapie ist bei mir keine reine Gesprächstherapie. Weil ein Trauma im Nervensystem gespeichert ist und nicht nur im Kopf, arbeite ich körperorientiert: Über achtsame Bewegung, Atmung und gezielte Übungen finden belastende Erinnerungen und Gefühle aus der Erstarrung zurück in den Fluss. Die Behandlung folgt einem bewährten Aufbau in drei Phasen:

Phase 1: Sicherheit und Stabilisierung

Am Anfang steht Ihre Sicherheit. Wir schaffen gemeinsam einen stabilen Boden: Sie lernen, die Signale Ihres Körpers wahrzunehmen, Angst und Überflutung frühzeitig zu erkennen und sich selbst zu regulieren. Erst wenn genügend Stabilität da ist, gehen wir den nächsten Schritt.

Phase 2: Verarbeitung der traumatischen Erinnerung

In Ihrem Tempo nähern wir uns dem Trauma an, ohne dass Sie alles erneut durchleben müssen. Über den Körper und Methoden wie EMI oder TRE wird die festgehaltene Energie gelöst, sodass das Erleben als Vergangenheit abgespeichert werden kann.

Phase 3: Integration und Neuausrichtung

Zum Abschluss integrieren wir das Verarbeitete in Ihren Alltag. Wir verankern neue Erfahrungen, stärken Ihre Ressourcen und bauen das Vertrauen wieder auf, das das Trauma verletzt hat.

Was ist ein Trauma?

Der Begriff Trauma lässt sich bildhaft als eine «seelische Verletzung» verstehen, zu der es bei einer Überforderung der psychischen Schutzmechanismen durch ein traumatisierendes Erlebnis kommen kann. Es geht dabei um die Reaktion des Nervensystems auf ein Ereignis, nicht unbedingt um das Ereignis selbst. Ein Trauma resultiert somit aus der Erfahrung von «zu heftig», «zu schnell» oder «zu viel». Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Es ist somit eine biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Traumata können tiefe Wunden in der Seele hinterlassen, die einen Menschen ein Leben lang beeinträchtigen. Ein Trauma ist ein Schutzreflex. Kann sich dieser Reflex nicht wieder auflösen, kommt es früher oder später zu folgenden körperlichen und/oder psychischen Beschwerden.

Viele Betroffene versuchen, ihr Trauma zu «bekämpfen» oder es einfach «loszuwerden». Doch ein Trauma lässt sich nicht wegdenken – der Körper braucht Unterstützung, um die festgehaltene Stressreaktion zu vollenden. Die gute Nachricht: Ein Trauma lässt sich überwinden. Unverarbeitete Erinnerungen und Gefühle können integriert werden, sodass die belastenden Symptome an Kraft verlieren.

Traumatische Ereignisse hinterlassen Spuren im Nervensystem. Die Symptome eines Traumas zeigen sich deshalb sowohl körperlich als auch psychisch – manchmal unmittelbar, manchmal erst Jahre nach dem Ereignis:

Psychische Beschwerden:

  • Angstzustände
  • Schnelle Erregbarkeit, Aggression
  • Hyperaktivität
  • Flashback: Aktivierung früherer Gefühlszustände
  • Dissoziation: Fehlender Selbstkontakt
  • Gefühl von Hilflosigkeit und Machtlosigkeit
  • Empfindung von Erstarrung
  • Scheinbar grundlose Trauer
  • Häufige Alpträume
  • Depression
  • Bindungsunfähigkeit

Methoden, mit denen ich arbeite

Je nach Thema, Stabilität und persönlichem Zugang wählen wir gemeinsam aus, welche Methode Sie in Ihrem Prozess am besten unterstützt:

  • Tanz- und Bewegungstherapie: Über achtsame und freie Bewegung werden Spannungen spürbar und dürfen sich lösen. Der Körper wird wieder als sicherer Ort erlebbar.
  • TRE® (Tension & Trauma Release Exercises): Gezielte Übungen lösen neurogenes Zittern aus, das tief sitzende Anspannung auf körperlicher Ebene entlädt – ganz ohne über das Trauma sprechen zu müssen.
  • EMI (Eye Movement Integration): Geführte Augenbewegungen helfen, belastende traumatische Muster zu verarbeiten und einzuordnen.
  • Ego-State-Therapie: Die Arbeit mit inneren Anteilen hilft, verletzte Gefühle zu integrieren und innere Konflikte zu lösen.
  • Therapeutisches Boxen: Stärkt das Gefühl von Grenzen, Kraft und Selbstwirksamkeit – ein wirkungsvoller Weg zurück in den eigenen Körper, gerade nach Erfahrungen von Ohnmacht.

Alle Methoden sind Teil meiner ganzheitlichen Körpertherapie und lassen sich individuell miteinander verbinden. Belastet Sie vor allem Dauerstress, finden Sie passende Angebote in meiner Stress-Therapie.

Für wen ist diese Traumatherapie geeignet?

Mein Angebot richtet sich an Erwachsene und Jugendliche, die unter den Folgen eines Traumas leiden – etwa nach einem Unfall, einem Verlust, einer Gewalterfahrung oder belastenden Erfahrungen in der Kindheit. Die körperorientierte Arbeit eignet sich auch begleitend zu einer laufenden Psychotherapie. Und weil viele Patientinnen und Patienten monatelang auf einen Therapieplatz warten, erhalten Sie bei mir zeitnah ein erstes Gespräch.

Kennenlernen und freie Termine

Möchten Sie herausfinden, ob diese Form der Traumatherapie zu Ihnen passt? In einem unverbindlichen Kennenlerngespräch klären wir Ihre Erwartungen und schauen gemeinsam, welcher Weg sinnvoll ist. Gern besprechen wir persönlich, wann es freie Termine für die Psychotherapie in meiner Praxis gibt: Sie erreichen mich telefonisch oder per E-Mail.

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen – und Sie therapeutisch zu begleiten, bis das Erlebte zur Vergangenheit wird und die Gegenwart wieder Ihnen gehört.

Andrea Ruch Nater